ZUCHTORDNUNG  
  

Diese Zuchtordnung soll dem Züchter eine Richtlinie sein in Bezug auf Anatomie und Charaktereigenschaften des Deutschen-, Langstockhaar- und des Altdeutschen Schäferhundes.

Sie soll dazu beitragen, den Rassestandard des Deutschen Schäferhundes in den Haarvarietäten Stockhaar und Langstockhaar – beide mit Unterwolle – und des Altdeutschen Schäferhundes zu verbessern.

Sie soll weiterhin ein Handlungsrahmen sein, in dem der verantwortungsvolle Züchter seine Zucht aufbauen kann.  

Die natürliche, gesunde Vielseitigkeit der Hunde darf durch Übertreibung im anatomischen Bereich nicht beeinträchtigt werden. Durch planmäßige Züchtung wurden im Laufe der Zeit die natürlichen Eigenschaften und Wesensmerkmale herausgebildet und gefestigt. Diese sind in einer international anerkannten Rassenbeschreibung, dem Standard des Deutschen Schäferhundes, festgelegt.    Der Deutsche Schäferhund ist ein Gebrauchshund, wobei das harmonisch auf Leistung abgestimmte Gebäude sowie seine Schönheit und seine verschiedenen Haarlängen immer mehr Liebhaber finden.                                          Diese Eigenschaften hat der verantwortungsvolle Züchter durch planmäßige Züchtung zu erhalten und zu fördern. Sein Ziel sollte es sein, aus gesunden Elterntieren eine gute, gesunde Nachzucht zu erhalten.  

Diese Zuchtordnung des DASV e.V. soll dazu dienen, dem Zuchtziel des Deutschen Schäferhundes immer näher zu kommen.

Alle Mitglieder des DASV e.V. sind an diese Zuchtordnung gebunden.

Sie haben sich durch ihre Unterschrift auf dem Aufnahmeantrag verpflichtet, die Satzung und die Ordnungen sowie das Tierschutzgesetz in der jeweils gültigen Fassung genauestens einzuhalten.

Hauptzuchtwart, Vorsitzende, Zuchtrichter, Körmeister sowie Zuchtwarte des    DASV e.V. sind gehalten, die Einhaltung dieser Anweisungen zu überwachen.

Zuchttiere, die vor dem Inkrafttreten dieser Zuchtordnung zuchttauglich geschrieben wurden, haben grundsätzlich Bestandsschutz!

Verstöße gegen oder Nichteinhaltung der Zuchtordnung gelten als Verstoß gegen die Ordnungen des Vereins. Sie werden mit schriftlicher Verwarnung, vorübergehender (ca. 1 bis 2 Jahre) oder dauernder Zuchtsperre, im Wiederholungsfall oder bei schwerwiegenden Fällen mit dem Ausschluss aus dem DASV e.V. geahndet.   


§ 1  Standard  


   Der dieser Zuchtordnung zugrunde liegende Rassestandard ist international festgelegt und für alle Züchter des DASV e.V. verbindlich. 


§ 2   Zuchtzulassung

  
   Zur Zucht zugelassen werden Deutsche, Langstockhaar- und Altdeutsche Schäferhunde:

  1. die dem internationalen Rassestandard entsprechen, bei langstockhaarigen und  altdeutschen Hunden mit Ausnahme der Haarlänge
  2. die eine gültige Ahnentafel besitzen; Ahnentafeln anderer Verbände können nach eingehender Prüfung anerkannt werden
  1. die in der Körklasse I oder II angekört wurden
  2. die bei der HD- und ED- Auswertung den A-Stempel erhalten haben
  3. die im Zulassungsalter stehen:

      bei Rüden: ab 18 Monaten (Decktag) ohne Altersbegrenzung                           bei Hündinnen: ab 18 Monaten (Belegtag) bis Ende des 7. Lebensjahres       

  Es ist zu beachten, dass die Hündin ausreichend entwickelt und ausgewachsen         ist. Bei gut veranlagten Hündinnen kann der Hauptzuchtwart eine Verlängerung       gestatten (mit tierärztlicher Gesundheitsbescheinigung). Diese                                     Ausnahmeregelung gilt jeweils für ein Jahr.    

   

§ 3 HD- und ED- Verfahren (Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie)  
  

  1. Das Mindestalter für die Röntgenaufnahmen beträgt 12 Monate.
  2. Die vom Röntgentierarzt mit Datum, Namen, Wurftag, Chip- oder Tätowiernummer und der Zuchtbuchnummer des Hundes versehenen Röntgenbilder werden zusammen mit der Originalahnentafel an das Zuchtbuchamt des DASV e.V. geschickt.
  3. Bei den HD-Befunden normal und fast normal durch die vom DASV anerkannte Vereinsauswertungsstelle wird vom Zuchtbuchamt der A-Stempel in die Ahnentafel eingetragen.
  4. Bei den ED-Befunden Grad 0 und Grad G durch die vom DASV anerkannte Vereinsauswertungsstelle wird vom Zuchtbuchamt ein Stempel in die Ahnentafel eingetragen.

 5. Die Röntgenauswertungen anderer Verbände kann anerkannt werden, wenn sie       unter den gleichen Bedingungen durchgeführt wurden.                             

  6.    Die im DASV e.V. gültigen HD - und ED - Formel lauten:  

       HD- Grad 0 (A1 + A2) für HD- frei, normal  

 

         HD- Grad 1 (B1 + B2) für fast normal, Übergangsform,HD-Verdacht           HD- Grad 2 (C) für leichte HD: Zuchtverbot                                       HD- Grad 3 (D) für mittlere HD: Zuchtverbot                                     HD- Grad 4 (E) für schwere HD: Zuchtverbot  

 


   Die im DASV e.V. gültige ED – Formel lautet:  


   HD- Grad 0 für ED- frei  

HD- Grad G für ED-Grenzfall  

HD- Grad 1 für leichte ED: Zuchtverbot  

HD- Grad 2 für mittlere ED: Zuchtverbot 

 HD- Grad 3 für schwere ED: Zuchtverbot  


   Hunde mit HD Grad 1 sollten mit HD Grad 0 verpaart            werden!  

 

Hunde mit ED Grad G dürfen nur mit HD Grad 0 verpaart werden!  
  

7. Die anlässlich der HD-Auswertungen angefertigten Röntgenbilder gehen in                Besitz und Eigentum des Vereins über, solange die Mitgliedschaft im Verein              besteht. Auch die Archivierung beim Gutachter des DASV e.V. ist zulässig.  

   
   § 4  Ahnentafeln  
  

  1. Ahnentafeln werden von der Zuchtbuchstelle  nach Eintragung der Welpen ins Zuchtbuch angefertigt und an den Züchter gesandt.  
  2. Vom DASV e.V. werden folgende Ahnentafeln angefertigt:   

              

 Körzucht-Ahnentafeln:   

        DSH - Ahnentafeln, wenn DSH mit DSH gepaart wird       
           LSH - Ahnentafeln, wenn LSH mit LSH gepaart wird       
           ASH - Ahnentafeln erste Generation, wenn LSH mit ASH gepaart wird
           ASH - Ahnentafeln zweite Generation, Paarung von ASH 1.Gen. mit ASH 1.                                                                            Generation       
           ASH - Ahnentafeln dritte Generation, Paarung von ASH 2. Gen. mit                                                                                        mindestens ASH 2. Generation      

 

        ASH - Hochzucht - Ahnentafeln, Paarung von ASH 3. Gen. mit mindestens                                                                     ASH 3.Generation                                                                                         (für Welpen bei den alle 4 Generationen nur                                    langstockhaarige Vorfahren aufweisen)                


Kör- und Siegerzucht:  

    Sieger - Hochzucht - Ahnentafeln für Welpen mit ASH - Hochzucht -                                                      Ahnentafeln, die väter- und mütterlicherseits jeweils mindestens                                  3 Siegertitel aufweisen (z.B. Bundes-, Europa- oder                                                    Weltsieger)       

 

     Siegerzucht - Ahnentafeln für DSH- und LSH-Welpen und für ASH-Welpen (1. –                           3. Gen.), die väter- und mütterlicherseits jeweils jeweils mindestens 3 Siegertitel aufweisen  

    Bei den Altdeutschen Schäferhunden besteht das Ziel in der Verbindung von ASH - Hochzucht mit ASH - Hochzucht.           

  Beschluss des Zuchtausschusses vom 8. Februar 1998:                               LSH – Ahnentafeln: wenn beide Eltern stockhaarig sind, der Nachkomme jedoch langstockhaarig ist  

  3. Bei der Verpaarung zwischen den ASH - Generationen untereinander erhalten         die Welpen die Ahnentafeln des Elternteils mit der jeweiligen untersten Stufe             der  ASH-Ahnentafeln.  

   4.  Welpen aus Verbindungen zwischen DSH und LSH gelten als nicht reinerbig             in Bezug auf die Haarart und bekommen DSH-, bzw. LSH - Ahnentafeln mit               dem Vermerk: nicht reinerbig“.  

   5. Welpen aus einem Wurf, dessen Eltern am Belegtag nicht im Zulassungsalter             stehen, erhalten normale Ahnentafeln. Die Mutter erhält 1 Jahr                                   Zuchtsperre, welche in ihre Papiere eingetragen wird.  

   
   § 5  Zuchtverfahren 

Reinzucht:        Paarung von Hunden gleicher Rasse  

 

Engste Inzucht  (Inzestzucht): Paarung zwischen Eltern und Kindern, Großeltern                                                  und Enkel oder zwischen Geschwistern, also Verwandten            1. und 2. Grades ; wird nicht erlaubt  

Enge Inzucht :  Paarung zwischen Neffe und Tante, Nichte und Onkel, Vetter und                               Base, also Verwandten 3. und 4. Grades kann mit Zustimmung des                             Hauptzuchtwartes durchgeführt werden; sollte aber nur von                          erfahrenen,bzw. informierten Züchtern angewandt werden  

Weite Inzucht:  Paarung von Verwandten 5. Grades   

Zwischenzucht: Zuführung fremden Blutes in eine Inzuchtlinie
Fremdzucht:     Paarung von Tieren gleicher Rasse, die nicht verwandt sind, und                                welche keine Rücksicht auf die Blutführung nimmt, sondern lediglich                            auf äußere Merkmale und Eigenschaften aufbaut  


        

§ 6  Zuchtrecht

  1. Um das Zuchtrecht in Anspruch nehmen zu können, ist die Mitgliedschaft im DASV e.V. Voraussetzung.                                                        Vor dem ersten Belegen einer Hündin muss ein Zwingername beim Zuchtbuchamt beantragt werden, der vom DASV geschützt wird.    
  2. Jeder Züchter muss über genügend kynologisches Wissen verfügen. Er muss nachweislich mindestens einmal  jährlich an vom DASV e.V. angebotenen Züchterseminaren (auch Online-Seminare mit Nachweis) teilgenommen und mit Erfolg abgeschlossen haben.   
  3. Er muss die betreffenden Passagen des Tierschutzgesetzes und der              Hundehaltungsvorschriften kennen.  
  4. Es muss nach dem international gültigen Rassestandard für Deutsche Schäferhunde gezüchtet werden.    
  5. Es darf nur mit gesunden, wesensfesten Hunden unter Beachtung des               Tierschutzgesetzes gezüchtet werden. 
      Neben einer artgerechten, sauberen Unterbringung und sorgfältiger Pflege ist           ein ausreichender Freiauslauf gesetzlich vorgeschrieben. Bei Zwingerhaltung ist         die vorgeschriebene Mindestgröße einzuhalten und genügend Zeit für eine                 menschliche Zuwendung und Betreuung eine Grundvoraussetzung.  


6. Um bei Zwingerhaltung eine optimale Kontrolle über die Zwingeranlage zu                gewährleisten und beste Voraussetzungen für die menschliche Betreuung zu            schaffen, darf die Zucht, bzw. die Aufzucht der Welpen und Junghunde nur in            räumlicher Nähe zu betreuenden Menschen (das muss nicht nur der Züchter              selbst sein) betrieben werden.  

  7. Die Zuchtstätten sind der Kontrolle des Hauptzuchtwartes unterstellt.
        Sie können von ihm oder von ihm beauftragten Zuchtwarte ohne                                 Voranmeldung überprüft werden. Der Züchter hat uneingeschränkten Zugang           zur Zuchtstätte zu gewähren. Sollte der Zutritt verweigert werden, wird das               Zuchtbuch des Züchters mit sofortiger Wirkung gesperrt. Auch wenn die                     Zuchtstätte nicht für die Aufzucht von Welpen geeignet ist, kann                                 der Hauptzuchtwart das Zuchtbuch sperren.       
        Die anfallenden Fahrtkosten trägt der Züchter. 


  8. Zuchtmiete ist erlaubt.
        Sie muss unter Vorlegen eines Zuchtmietvertrages beim Hauptzuchtwart                    beantragt werden.  Eine Zuchtmiete liegt dann vor, wenn ein                                      Hündinneneigentümer seine Hündin einem anderen DASV - Züchter zu                      Zuchtzwecken überlässt. Der Mieter hat die gleichen Bedingungen wie jeder              Züchter zu erfüllen. Die Welpen erhalten den Zwingernamen des Mieters.             Eine trächtige Hündin darf nach dem 40. Tag der Trächtigkeit nicht                            weitervermietet werden, falls dadurch ein Standortwechsel stattfinden muss.        Wird eine trächtige Hündin verkauft, erhalten die Welpen den Zwingernamen            des Käufers.  

  

  9. Der Zuchtmietvertrag muss folgende Angaben enthalten:

     Datum des Abschlusses, Name des Hündinnenbesitzers, Name des Mieters,            Name und Zuchtbuchnummer der Hündin, Tag der Übergabe an den Mieter,            Dauer der Mietzeit, Entgelt für die Vermietung, Vereinbarung über bestimmte            Deckrüden.  


10.  Zur Zucht sind nur Hunde mit Ahnentafeln oder Registerpapieren zugelassen,          die die Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden haben und deren                                    Zuchttauglichkeit im Ahnenpass, vermerkt ist.     

         Hunde mit Registerpapieren dürfen nur zur Zucht zugelassen und                    genehmigt werden, wenn der Deckpartner eine vollständige Ahnentafel            vorweist.
      

   
§ 7  Zuchtverwendung  

 

   a) Eine Hündin darf maximal dreimal in 2 Jahren belegt werden. Ist ein ganzer               Wurf tot geboren oder sterben alle Welpen innerhalb einer Woche nach der              Geburt, so wird dieser Wurf nicht angerechnet. Ist ihr Wurf größer als 8 Welpen,        darf die Hündin bei der nächsten Hitze nicht sofort wieder belegt werden. Wird           eine Hündin zum 3. Mal hintereinander belegt, erhält sie 1 Jahr Zuchtsperre, die         in ihre Papiere eingetragen wird.  
  

b) Beim Rüden sollten vor dem ersten Deckakt eine spermatologische                            Untersuchung durch einen Tierarzt vorgenommen und die Auswertung an das          Zuchtbuchamt geschickt werden.    

c)  Das Zuchtbuchamt führt eine Liste aller Deckrüden, die ordnungsgemäß zur             Zucht zugelassen sind.  

d) Spermaentnahme zur künstlichen Befruchtung ist erlaubt.

 e) Bei einer HD-Beurteilung von „fast normal“ soll der Zuchtpartner das „A                    normal“ aufweisen.

       Hunde mit ED Grad G dürfen nur mit ED Grad 0 verpaart werden!  

  f) Bei einer Ankörung in Klasse II muss der Zuchtpartner Klasse I haben.

 g) Bei nicht ererbten Zahn- oder Rutenfehlern muss ein röntgenologischer Befund (mit Bild und Chipnummer) vorgelegt werden.  

   h) Zuchttiere, die selbst bei unterschiedlichen Verpaarungen nachweislich Fehler           im Rassestandard vererben, scheiden aus der Zucht aus.  

 


   
   § 8  Zuchtwert  


   Körklasse I :  Darin werden Hunde aufgenommen, die

  1. eine Zuchtbewertung V - Auslese oder V erhielten
  2. eine HD - Bewertung A - normal oder A - fast normal aufweisen
  3. eine ED - Bewertung Grad 0 (frei) oder Grad G (Grenzfall) aufweisen

  

Körklasse II :  Darin werden Hunde aufgenommen, die   

  1. eine Zuchtbewertung SG oder G erhielten
  2. leichte Fehler in der Anatomie aufweisen
  3. in ihrer Größe nicht dem Standard entsprechen
  4. nach dem Zahnschema geringe Zahnfehler aufweisen



§ 9  Zahnfehlerbeurteilung für die Körung


Körklasse I : V - Auslese: Einwandfreies, lückenloses Gebiss,

                                   keine lückenhafte Zahnstellung,

                    keine doppelten Zähne

             Vorzüglich: Einwandfreies, lückenloses Gebiss,

                     doppelte Prämolare 1möglich  

                 Körklasse II: Sehr Gut: Bei Fehlen von:

        1 mal Prämolar 1 oder

1 Schneidezahn;

             geringfügiges Aufbeißen

                                               Gut: Bei Fehlen von:

              2 mal Prämolar 1 oder   

                                          1 mal Prämolar 1 und 1 Schneidezahn oder

1 mal Prämolar 2;

         geringfügiges Aufbeißen

Nicht körfähig: Gut: Bei Fehlen von:

                               1 mal Prämolar 3 oder 2 Schneidezähne 

                                oder 1 mal Prämolar 2 und 1 Schneidezahn oder

                                1 mal Prämolar 2 und 1 Prämolar 1 oder

                                 2 mal Prämolar 2;

                               Kariöses Gebiß,  Eindeutiger Vor- oder Überbiss (Abstand der                Schneidezähne des Oberkiefers zu denen des           Unterkiefers Streichholzstärke oder größer)


§ 10  Deckmeldung  

Der Deckakt muss mittels Deckschein innerhalb einer Woche nach dem Belegen dem Zuchtbuchamt gemeldet werden.

  

§ 11  Wurfmeldungen

a)   Der Züchter hat den erfolgten Wurf spätestens 8 Tage nach der Geburt schriftlich dem Zuchtbuchamt mitzuteilen. Mit dieser Ersten Wurfmeldung ist die Originalahnentafel der Hündin und die des Rüden in Kopie einzureichen. 

b)  Jeder Wurf ist vom Zuchtwart oder Tierarzt innerhalb von 8 Tagen zu besichtigen.

c) Der Wurfmeldeschein Teil 1 ist vom Zuchtwart oder Tierarzt zu unterschreiben           und dem Hauptzuchtamt vorzulegen.                                                       Im Wurfmeldeschein Teil 2 sind vom Züchter die Welpennamen in                               alphabetischer Reihenfolge, getrennt für Rüden und Hündinnen, anzugeben.

c) Sind bis zur Endabnahme nach Vollendung der 7. Lebenswoche Welpen verstorben, sind diese auf dem Wurfmeldeschein Teil 2 durchzustreichen und dieser dann vom Tierarzt unterzeichnet an das Zuchtbuchamt zu senden.                 Die 2. Wurfmeldung frühestens nach Vollendung des 45. Tages hat grundsätzlich durch einen Tierarzt zu erfolgen, der unter „Bemerkungen“ mögliche Auffälligkeiten bei den Welpen eintragen muss. Die zu diesem Zeitpunkt zugeteilten Chipnummern sind mit dem 2. Wurfmeldeschein unverzüglich dem Hauptzuchtamt mitzuteilen.    

  

§ 12   Wurfstärke

Eine Begrenzung der Wurfstärke ist laut Tierschutzgesetz § 17 Nr. 1 gesetzwidrig. Bei großen Würfen ist nach Bedarf rechtzeitig zu zufüttern oder eine Amme hinzuzuziehen.


§ 13  Chipflicht  

Vor dem Verkauf der Welpen müssen diese in der 8. Lebenswoche mit einer Chipnummer gekennzeichnet werden.

(Beschluss des Zuchtausschusses vom 25.02.2000)


  

§ 14   Abgabe der Welpen

Die Welpen dürfen frühestens nach Vollendung der 8. Lebenswoche abgegeben werden. Sie müssen geimpft, gechipt und regelmäßig entwurmt worden sein.   

Jeder Züchter ist für den einwandfreien, gesundheitlichen Zustand seiner Welpen verantwortlich. Sollte er Welpen weitergeben, die zum Zeitpunkt der Übergabe einen gesundheitlichen oder körperlichen Mangel haben, hat er dies dem Käufer mitzuteilen und dies im Kaufvertrag / Übergabepapier schriftlich festzuhalten.      Als Mängel gelten z.B. Nabelbruch, Fehlzeichnungen, Fehlstellungen des Gebisses, Knickrute, Entropium, Ektropium, Kryptorchismus, Monorchismus, Anorchismus, etc.


  

§ 15  DNA-Verfahren

Abstammungsuntersuchungen der Zuchthunde und deren Welpen sind ab 01.01.2005 für alle Züchter und Deckrüdenbesitzer vorgeschrieben. Die Kosten der Probennahme sowie deren Versand trägt der Beauftragende.

Der jeweilige Tierarzt oder Zuchtwart entnimmt entweder Blut- oder zwei Speichelproben (A- und B-Probe) und schickt diese mit dem Antragsformular (vom Züchter beim Hauptzuchtwart zu beziehen) an folgende Adresse:

Die Anschrift des Labors für die Einlagerung und Weiterverwendung:

PD Dr. Ina Pfeiffer / Genocanin

Universität Kassel, Institut für Biologie

Heinrich-Plett-Straße 40

D - 34109 Kassel (Germany)


  Das Ergebnis der Abstammungsuntersuchung ist dem Hauptzuchtamt schriftlich (per Post, Mail oder Fax) vorzulegen und wird in den Welpenahnentafeln dokumentiert.   


Die Änderungen und Ergänzungen der am 01.05.1997 erstellten Zuchtordnung wurden vom Zuchtausschuss des DASV e.V. am 24.09.2003 beschlossen und sind für alle Mitglieder bindend.

  

§ 16 Änderungen

Änderungen an der Zuchtordnung sind nur durch das Hauptzuchtamt, in Zusammenarbeit mit dem Zuchtausschuss des DASV e.V. möglich.

  

§ 17 Inkrafttreten

Diese Zuchtordnung wurde am 1. Januar 2014 überarbeitet und ist für alle Mitglieder bindend. Alle vorherigen Zuchtordnungen verlieren damit ihre Gültigkeit.